Neubau, Altbau und Sanierung

Sanierung

Für den Umfang der Bauwesen-und Bauherrenversicherung ist nicht nur das persönliche Sicherheitsbedürfnis des Versicherungsnehmers ausschlaggebend. Über den Umfang und die Art der benötigten Versicherungspolicen in Bezug auf das Bauwesen ist zudem die Art der Maßnahme. Für einen Neubau benötigt es andere Policen als Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an einem Altbau. Darum muss beim Neubau, Altbau und Sanierungsprojekt jeweils auch beim Versicherungsvergleich beachtet werden, was gebaut wird und welche Versicherung man braucht.

Geringfügige Bauvorhaben – private Haftpflichtversicherung prüfen

Hausbesitzer

Hier kann man bereits vorweg nehmen, dass kleinere Bauvorhaben in Bezug auf Modernisierung, Renovierung oder Sanierung unter Umständen in der privaten Haftpflichtversicherung enthalten sein können. Generell empfiehlt es sich vor dem Beginn der geplanten Maßnahme die Versicherungsbedingungen einer vorhandenen Haftpflichtversicherung genau zu prüfen und falls nötig eine Anfrage an die Versicherungsgesellschaft zu stellen. Wenn kleine Baumaßnahmen oder ähnliches nicht über die Versicherungsbedingungen der privaten Haftpflichtversicherung eingeschlossen sind, dann kann hier auch keine nachträgliche Deckungserweiterung erfolgen. In solch einem Fall muss dann die Bauherrenhaftpflichtversicherung für eine Altbausanierung, eine Modernisierung oder anderweite Baumaßnahmen abgeschlossen werden.

Neubauarbeiten und Umbauvorhaben – Zu versichernder Anteil

Neubau

Beim Abschluss der Bauwesenversicherung muss angegeben werden, ob es sich um einen vollständigen Neubau oder um eine Maßnahme bezüglich Altbau und Sanierung handelt. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da bei allen Umbauarbeiten an einem bestehenden Gebäude nur der sogenannte Neubau-Anteil gedeckt wird. Im genauen bedeutet dies für den Versicherungsnehmer, dass alle Schäden die während der Bau- und Umbaumaßnahme am bestehenden Gebäude auftreten nicht im Versicherungsumfang enthalten sind, wenn die Maßnahme als „Altbau/Sanierung“ definiert wurde. Zusätzlich muss bei Abschluss der Versicherung für das Vorhaben die Wohnfläche angegeben werden. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn durch das Bauvorhaben oder die geplante Baumaßnahme eine Änderung der Wohnfläche stattfinden wird. Dies kann hier der Ausbau eines Speicherraumes oder eines Kellerabteiles ebenso sein wie die Anlage eines Wintergartens.

Sobald ein Teil eines Gebäudes als bewohnbar und ausgebaut definiert werden kann, muss dies entsprechend bei der Versicherung der Baumaßnahme und des Vorhabens als Wohnfläche gerechnet werden. Ausschlaggebend für die Versicherungsgesellschaft ist bei der Beitragsberechnung zudem die sogenannte Neubausumme. Wird als Bauvorhaben „Neubau“ angegeben, dann benötigt der Versicherungsträger eine vom Versicherungsnehmer zu ermittelnde Neubausumme. Diese wiederum setzt sich aus den kompletten Baukosten einschließlich der Nebenkosten zusammen. Bei der Angabe „Neubau“ beinhalten die voraussichtlichen und versicherungspflichtigen Baukosten auch die Projektierung des Vorhabens, alle nötigen Energieanschlüsse und Erschließungen sowie die Kosten für Maßnahmen im Außenbereich.